Maximilian Taucher überzeugte beim WC50-Turnier im italienischen Badia Polesine mit dem Doppeltitel und einem starken Auftritt im Einzel.
Ein intensives Turnierwochenende liegt hinter dem Hohenemser Rollstuhltennisspieler Maximilian Taucher. Der 18-Jährige stand beim WC50-Turnier im italienischen Badia Polesine im Einsatz und musste aufgrund eines schweren Unwetters an einem Tag insgesamt rund sechs Stunden auf dem Platz verbringen. Im Einzel traf Taucher nach einem Freilos zum Auftakt im Viertelfinale auf den Italiener Ivan Tratter. Mit einer soliden Vorstellung setzte sich der Hohenemser mit 6:3 und 6:3 durch und zog souverän ins Halbfinale ein. Dort wartete mit dem Franzosen Guilhem Laget ein deutlich härterer Prüfstein. In einer ausgeglichenen Partie lieferte sich Taucher mit seinem Kontrahenten einen rund dreistündigen Kampf. Im ersten Durchgang hatte der Hohenemser sogar einen Satzball, musste den Satz aber im Tiebreak abgeben. Auch der zweite Durchgang ging in die Verlängerung, diesmal mit dem besseren Ende für Taucher. Im Entscheidungssatz machten sich schließlich die Strapazen bemerkbar. Von Krämpfen im rechten Arm geplagt, musste sich Maximilian Taucher nach großem Kampf mit 6:7 (4:7), 7:6 (10:8) und 2:6 geschlagen geben.
Besser lief es für Taucher im Doppel – ausgerechnet an der Seite seines Einzel-Halbfinalgegners Laget. Das topgesetzte Duo hatte in der ersten Runde ein Freilos und setzte sich anschließend im Halbfinale gegen Hörz-Weber/Martinez (Österreich/Kolumbien) durch. Im Endspiel wartete mit Nico Langmann und Martin Legner ein rein österreichisches Doppel. Taucher und Laget ließen sich davon nicht beeindrucken, agierten druckvoll und sicherten sich mit einem 6:2, 6:4-Erfolg souverän den Turniersieg. Damit durfte sich Taucher nach anstrengenden Tagen in Venetien über einen starken Doppeltitel und ein erfolgreiches Turnier freuen.
Bericht: Michael Mäser
Foto: Taucher